Priska Leja, kurzer Steckbrief

  • Initiatorin Malort Augsburg und Malortdienende seit Dez'15
  • Ausbildung zur Malort-Dienenden bei Arno Stern, Frankreich

  • Zusatzqualifikation „Das integrierte Malatelier“ bei Elisabeth Walder, Schweiz
  • freiberufliche Dipl.-Textildesignerin

Mein Malort Motto:

Ein kleines Refugium für viel Muße:

zum Eintauchen und Auftanken, zum "Dasein", denn hier darfst Du sein wer Du bist! Voller Überraschungen!

 

Meine Rolle im Malspiel:

Ich bin da und diene, schenke Dir Raum und Zeit für Dich.

Das heißt: Ich achte auf die richtige Materialhandhabung, eine gute Haltung, einen sauberen Palettentisch und räume sämtliche den Malfluss blockierende Hindernisse aus dem Weg, so auch den kleinsten Reißnagel! Du kannst Dich ganz aufs Malen konzentrieren. Ich stehe Dir genauso wie den Anderen aufmerksam, aber behutsam zur Seite. Im Malort ist Jeder gleich, ich unterteile nicht, bewerte Niemanden und interpretiere die Bilder nicht. Du kannst Dich auf meine wertfreie Haltung verlassen und Dich in einer vertrauensvollen Atmosphäre malend auf die "Reise" zu Dir selbst begeben.

 

Noch Fragen?


Meine persönliche (Mal-) Geschichte

Geboren in Schweinfurt, mit Stationen in Münchberg, Würzburg und Italien, lebe ich seit 7 Jahren mit meiner Familie in Augsburg.

Durch meine Kinder wurde ich vor 5 Jahren wieder mit meiner eigenen Malbiografie konfrontiert. Vor allem nach dem ersten kinderärztlichen "Mann-Zeichen-Test" tauchten einige Fragen auf:

Gibt es eine individuelle Malbegabung? Warum werden gerade Kinderbilder dazu hergenommen den individuellen Entwicklungsstand zu überprüfen? Warum müssen Bilder überhaupt bewertet und später benotet werden? Lässt sich objektiv beurteilen, was "Kritzikratzi" oder was "schön" ist? Wie lässt sich die kindliche Entdeckerfreude beim Malen erhalten? Warum macht das Malen allen Kindern Spaß, aber nur noch den wenigsten Erwachsenen? Wann kommt der erste Frust? Wann die Angst vor dem Weißen Papier?

Über Bücher erfuhr ich vom Malort und dem wertfreien Malspiel.

In einem Schweizer Malort ist mir das beglückende, selbstvergessene Spiel mit den Farben wieder gelungen: Einfach malen, ohne Bewertung, ohne Selbstkritik, wie damals auf dem Teppich meiner Großeltern liegend, als ich stundenlang tief versunken in meinen Bilderwelten abtauchen konnte.

Das Erlebnis hat mich sehr begeistert und auch neuen Spaß in mein gestalterisches Arbeiten gebracht. So einen Ort sollte es überall geben! Der Dokumentarfilm "Alphabet" von Erwin Wagenhofer tat sein Übriges dazu.

 

Anfang 2014 besuchte ich den Malort-Begründer Arno Stern in Paris und ging noch im gleichen Jahr zu ihm in die Ausbildung.

Nachdem ich in befreundeten Malorten viele kostbare Erfahrungen sammeln konnte, habe ich im Dezember 2015 den Malort Augsburg in Hochzoll eröffnet.

Im steten Austausch mit anderen Malort-Dienenden und Arno Stern selbst, sehe ich eine mittlerweile weltweit wachsende Bewegung entstehen (siehe auch unter Links). Die Sehnsucht spielend leicht und unbeschwert zu malen ist groß! Die eigene Spur zu erleben ist ein Grundbedürfniss des Menschen, eine Anlage die in Jedem schlummert! Daher setzte ich mich dafür ein (z.B. in Vorträgen und Fortbildungen) die Erkenntnisse und Forschungsarbeit Arno Sterns weiter bekannt zu machen. Es bleibt spannend!